27.09.2014 Roter Stern Kickers vs. TSV Trittau III 0-1

Die Stimmung war mäßig nach dem bedenklichen Auftritt der Sterne in der vergangenen Woche gegen Witzhave II.
Gregor fand deutliche Worte zu der Leistung und forderte unmißverständlich eine andere Einstellung gegen den TSV Trittau III.
Auch wenn mit Gregor, Toni, Nico, Navid, Benni und Lotos wieder 6 potenzielle Stammkräfte fehlten, war gegen stark einzuschätzende Trittauer zumindest der Wille alles zu geben zu erwarten.
Das Spiel begann bei perfektem Wetter auch vernünftig. Beide Seite versuchten Fußball zu spielen und es entwickelt sich ein offenes Match.
Im letzten Drittel waren die Gäste dann aber doch etwas zielstrebiger. Das sollte sich in der 22. Minute auszahlen. Ein Steilpass halbrechts in den 16er wird von der RSK-Abwehr leider mit gehobenen Armen und „Abseits“-Rufen und nicht mit Zweikapfführung quittiert, der Schuß aus spitzem Winkel kann noch abgewehrt werden, aber irgendwie wollte der Ball nicht weg. Letztendlich murmelt Trittau die Kugel ins Netz. 0-1. Ein ganz blödes Gegentor.
Schocken liess sich die Heimelf davon zwar nicht, aber ab dem gegnerischen Strafraum fehlte weiterhin die letzte zündende Idee.
So ging es mit dem knappen Rückstand in die Pause. Aber das Spiel war O.K. und mit etwas Glück, war war noch alles drinn.
Die zweite Hälfte verlief im Endeffekt wie die erste. Beide Teams taten einiges für das Spiel und so blieb es ein ansehnliches Duell.
Trittau wollte den Sack zumachen, die Sterne den Ausgleich erkämpfen.
Zweimal war es Finn, der dem Plan am nächsten kam.
Erst wird er zentral in den 16er geschickt, wird dann leicht geschubst, so dass er die Kugel knapp rechts vorbei schiebt. Hätte man vielleicht auch pfeiffen können, aber lassen wir das…
Kurz darauf bringt er einen Freistoß von halblinks gefährlich auf den Kasten. Leider auch kein Treffer.
So bleibt es bis zum Ende bei 0-1 und es kommt zu ersten Heimschlappe der Saison. Aber die Leistung war in Ordnung. Am nächsten Sonntag geht es zum Bargfelder SV II, die enorm stark in die Runde gestartet sind. Aber wer weiss, oft sind das ja die perfekten Spiel für den Roten Stern.

Auf­stel­lung: Lars – Musti, Marc, Han­nes (Niels), Ingo – Mo­ritz, An­dre­as, Finn, Basti – Flo, René (Heini)

Fotos: Kickers Ahrensburg

21.09.2014 Witzhaver SV II vs. Roter Stern Kickers 2-0

Wie ihr vielleicht schon an der verstrichenen Zeit zwischen Abpfiff und Spielbericht merkt, nagt das letzte Spiel noch merklich an mir und wohl auch dem Rest des Teams.
Angereist mit dem Ziel gegen Witzhave Punkte mitzunehmen, entwickelte sich der Sontagnachmittag zu einer unbefriedigenden Angelegenheit.
Da Gregor nach seiner Verletzung gegen Zarpen wohl noch etwas ausfällt, gute Besserung an dieser Stelle, war klar, dass ein wichtiger Stabilisierungsfaktor der letzten Wochen zu kompensieren war. Musti ging auf die Liberoposition, und das vorweg, machte seine Sache gut.
Vor Anpfiff gab es viele eindringliche Worte, dass die Sterne auch in dieser Woche über den Willen ins Spiel kommen müssen und sich keine Schlafmützigkeiten erlauben können.
Zu Beginn sah das auch noch ganz OK aus. Gut will ich nicht sagen, denn viele Spieler hatten doch ihre Schwierigkeiten mit dem Rasenplatz.
Aber dieser Beginn war leider kurz.
11. Minute, Einwurf Witzhave auf deren rechter Angriffseite, Höhe Mittellinie. Gerade das passive Verhalten bei Einwürfen wurde direkt vor dem Spiel noch angesprochen. Der Ball wird einfach lang die Linie runtergeworfen, aber das reicht um die RSK-Defensive komplett durcheinander zu bringen. Es folgt die Flanke an den Elfmeterpunkt und ein sehenswerter Flugkopfball. 1-0 nach 11 Minuten.
Das war schon ein bißchen abenteuerlich, brachte die Sterne aber noch nicht aus dem Konzept.
Nicht viel später wird Finn in den Strafraum geschickt, ist schneller als sein Verfolger, so dass dieser ihn nur noch zu Fall bringen kann. Notbremse, Elfmeter, rote Karte….hätten jetzt alle gedacht. Naja, fast alle.
Der Schiedsrichter kramt ganz tief in der Regelkiste und entscheidet auf „Sperren ohne Ball“ und indirekten Freistoß im 16er. Immerhin für den RSK. Das Entsetzen war spürbar.
Nach langer Recherche wurde diese theoretische Möglichkeit tatsächlich im Regelbuch gefunden, wie diese allerdings auf einen Tritt von rechts hinten in die Beine des Gegners Anwendung finden soll, bleibt ein Rätsel. Der folgende Freistoß führte zu nichts.
Nun gut, auch davon ließ dich der Rote Stern nur minimal beeindrucken, wobei die Emotionen langsam, aber sicher hochkochten.
Die Partie verlor merklich an Esprit. Witzhave wollte und konnte vermutlich nicht mehr und Ahrensburg war auch nicht in Topform.
Bis zur 25. Minute passierte wenig, aber dann wurde es direkt wieder hektisch.
Wieder startet Finn in den 16er, wieder wird er gefoult, dieses Mal mit einem Tritt in die Kniekehle.
Pfiff der Referee zuletzt wenigstens irgendwas, ließ er jetzt einfach weiterspielen.
Der zweite, glasklare Elfmeter in 10 Minuten brachte den RSK dann endgültig aus dem Konzept.
Besonders bitter, weil quasi im Gegenzug das 2-0 fällt. Langer Hafer in Strafraum, Ingo bekommt den Ball nicht geklärt, Lars kann auch nicht mehr eingreifen, Tor.
Zwar kommt René in der Nachspielzeit des ersten Durchgangs noch zu einer Gelegenheit, aber es bleibt bei dem Zwischenstand zur Halbzeit.
Über den zweiten Durchgang lässt sich leider nicht viel sagen. Moritz brachte es noch am besten auf den Punkt: Der RSK hat gespielt, als würden sie ein 2-0 verwalten und nicht einem Rückstand hinterherlaufen. Die in der Ansprache geforderte Trotzreaktion erfolgte leider nicht. Hängende Schultern und viel zu viel Resignation bestimmten 45 Minuten lang das Bild.
An Chancen kann ich mich nicht erinnern. Skurril wurde es noch ein-, zweimal, aber das weiter auszuführen ist der „Tinte“ nicht wert. Am Ende verliert der RSK verdient gegen einen Gegner, der sich nicht als Übermannschaft präsentiert hat.
Und auch wenn es oben so klingen mag, der Schiedsrichter hat sicher seinen Teil zum Spiel beigetragen, aber die Alleinschuld trägt er sicher nicht. Die Kickers hatten eine gute Stunde Zeit zu reagieren und haben es nicht geschafft. Und so verschenkt man leider diese Punkte.
Aber egal, es war nach 3 Siegen die erste Schlappe. Das kommt vor und wird sich auch noch wiederholen. Hauptsache es werden die richtigen Schlüsse gezogen. Samstag kommt Trittau III nach Ahrensburg, da beginnt das Spiel wieder bei 0-0!

Aufstellung: Lars – Musti, Marc, Ingo, Moritz – Nico (René), Andreas, Finn, Lotos, Michi – Benni
Bank: Flo

18.09.2014 Vortrag zur „Hinrichtungsstätte Höltigbaum“

Heute Abend um 19h findet im Rahmen der 700-Jahre-Ahrensburg-Feierlichkeiten im Peter Rantzau Haus ein Vortrag zum Höltigbaum als Hinrichtungsstelle von Deserteuren wahrend des 2. Weltkriegs statt. Dr. Detlef Garbe, Leiter der KZ-Gedenkstätte Neuengamme ist der Referent, der Runde Tisch für Zivilcourage und Menschenrechte, gegen Diskriminierung und Rechtsextremismus ist Veranstalter.

Ankündigung im Hamburger Abendblatt.

Peter-Rantzau-Haus

13.09.2014 Roter Stern Kickers vs. TSV Zarpen II 1-0

Nach Siegen gegen den Rümpeler SV und den TuS Hoisdorf II sollte die Miniserie gegen den TSV Zarpen II gestern auf dem Stormarnplatz ausgebaut werden.
Im Gegensatz zur sehr dünnen Personaldecke am letzten Spieltag konnte der RSK, trotz des kurzfristigen Ausfalls von Finn, fast aus dem Vollen schöpfen.
So kam Neuzugang Andi zu seinem Startelfdebut. Auch Marc war wieder auf seiner angestammten Vorstopperposition zu finden und Lars stand nach 2 Wochen Balkan wieder im Tor.
Jetzt zum Spiel.
Die Sterne schnappen sich direkt das Heft des Handelns und beginnen offensiv. Von Beginn an verlagerte sich das Geschehen in die Zarpener Hälfte.
Positiv war, dass gute Situationen meistens bis zum Ende ausgespielt wurden und es so zu haufenweise hochkarätigen Torchancen kam. Ärgerlich nur, dass diese nicht genutzt wurden. Auf jeden Fall machte die Offensive richtig Alarm und Andi auf der linken Mittelfeldseite stellte sich sofort als Verstärkung heraus. Die spektakulärste Chance hatte sicherlich Navid, der rechts in den Strafraum geht und aus spitzem Winkel nur den Pfosten trifft. Da wäre der Keeper machtlos gewesen.
Von Zarpen kam im ersten Durchgang wenig. Wenn die Defensive gefordert war, war sie meist zur Stelle. Nur die wieder zahlreichen Freistöße um den 16er sollten langsam vermieden werden. Leider verletzte sich Gregor nach ca. einer halben Stunde am Knie, was zu seiner Auswechslung führte. Toi Toi Toi!
Der Ausfall des lautstarken Libero-Spieler-Trainers sollte dann doch kurz für etwas Unordnung sorgen. Die blieb ohne Folgen und Stellvertreter Musti bekam die Defensive schnell in den Griff.
Es sollte in der ersten Hälfte beim 0-0 bleiben. Angesichts der Chancen im 5-Minuten-Takt sehr bedauerlich.
Der zweite Durchgang sollte ein ähnliches Bild liefern. Zwar versuchte Zarpen mehr zu machen und hier und da lies die Konzentration kraftbedingt ein wenig nach, aber an wirklich gefährliche Situationen der Gäste kann sich wohl niemand erinnern.
Anders der Rote Stern. Weiter wurde gedrückt und gerade Basti und Benni hatten vielversprechende Aktionen.
Ein Zusammenspiel der beiden sollte in der 50. Minute dann auch das 1-0 bringen. Benni setzt sich auf rechts durch und legt den Ball an den 16er zurück, wo Basti sich den Ball noch einmal vorlegt um ihn dann in die Maschen zu befördern. Zwar war der Ball noch abgefälscht, aber auch sonst hätte der Fänger wohl keine Abwehrchance gehabt. Schön für Basti unseren Teilzeitarbeiter, der uns leider bald wieder Richtung Mutterland des Fußballs verlässt, war er doch zuletzt fast eine tragische Figur, mit konstant starken Leistungen und vielen Torchancen, aber immer dem fehlenden Quäntchen Glück im Abschluß.
Es hätte im weiteren Verlauf noch einen Elfmeter an Benni geben müssen und der für Lotos eingewechselte Phil hätte das Spiel im Alleingang endgültig entscheiden können, scheiterte aber meist um Zentimeter. Bemerkenswert vor allem, da er die letzten Wochen noch die starke Vertretung von Lars im Tor gab.
Nun ja, es blieb am Ende beim 1-0. Ein verdienter Sieg, der streckenweise tollen Fußball zeigte.
In der nächsten Woche geht es nach Witzhave. Mit 9 Punkten aus den letzten 3 Spielen, darf man dem Spiel optimistisch entgegen sehen.

Aufstellung: Lars – Gregor (Hannes), Navid, Marc, Ingo – Nico, Musti, Andi, Basti – Lotos (Phil), Benno
Bank: Moritz, Flo

Fotos: Kickers Ahrensburg

Kein Fußball den Faschisten

Erfreuliche Nachrichten erreichen uns heute aus Hamburg. Die 5. Herren des SC Sternschanze hat es durch engagierten Boykott eines Punktspiels geschafft ein paar Faschos den Spaß mal richtig zu vermiesen.
Die 3. Herren des SC Osterbek (Bramfeld) scheint eine ganz besonders unsympatische Truppe zu sein. Deutschlandlied, einschlägige Kleidung und Tattoos.
Laut Abendblatt stieß das beim SCS V zwar nicht auf taube, aber auf die richtigen Ohren. Es folgte eine Weigerung das Heimspiel gegen diese Arschlöcher zu bestreiten. Gut so! Daumen hoch! Fast noch besser aber die Reaktion vom Hamburger Verband, die nicht einfach nach Schema F verfahren sind und Osterbek III zum Sieger erklärten, sondern das Spiel offiziell abgesagt haben und nun ein Untersuchungsverfahren anstreben.
Auch der SC Osterbek hat reagiert und immerhin 5 Spieler aus dem Spielbertrieb genommen. Wobei schon die Frage erlaubt sein darf, wie blind ein Verein sein muss, sowas im Vorfeld nicht zu bemerken. Vor allem scheint es ja nichts neues zu sein. Aber in Bramfeld ticken die Uhren erfahrungsgemäß etwas anders.
Aber nicht nur da. Auch wir kennen Mannschaften, bei denen Leute spielen bei denen entsprechendes Gedankengut offenkundig ist. Leider wäre wohl beim KFV Stormarn zu befürchten, dass dort nicht ganz so flexibel und richtig reagiert werden würde. Es ist ja nicht so dass es dem Verband nicht bekannt wäre. Und auch die Vereine können ihre Hände nicht in Unschuld waschen. Zum einen ist es ihnen offensichtlich bewusst, was für Trottel bei ihnen Fußball spielen, nicht umsonst spielen entsprechende Spieler gegen uns maximal bei deren Heimspielen und zum anderen reicht es eben nicht einen Fußballverein zu gründen/leiten und dabei die Augen zu verschliessen, wer da eigentlich in meinen Farben aufläuft. Wer Nazis im eigenen Verein akzeptiert macht sich schuldig. Schuldig ihnen das Gefühl zu geben Teil der Gesellschaft zu sein. Schuldig ihnen zu vermitteln, dass ihre Ansichten Akzeptanz finden und sie damit indirekt zu bestärken.
Boykott ist eine gute Möglichkeit aktiv zu werden und dadurch eine Auseinandersetzung herbeizuführen. Wenn der strukturelle Rahmen entsprechend vorhanden ist. Deswegen nicht nur Daumen hoch SC Sternschanze 5, sondern auch ein Sonderlob an den HFV, richtig reagiert.



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