Archiv für Juni 2011

Antira 2011 – Abendgestaltung

Bald ist es ja bekanntermassen soweit, das Antira 2011 steht vor der Tür.
Neben den Fußballspielen am Tag wird es in diesem Jahr auch am Abend einiges zu sehen und zu hören sein.
Zusammen mit True Rebel haben wir ein Konzert Line-up auf die Beine gestellt, dass sich sehen lassen kann.
Ab 21h werden folgende Bands auf der Bühne stehen.

The Detectors (Neumünster Streetpunk)

Highschool Nightmare

Violent Instinct (Punk/HH)

Eyes wide shut! Ahrensburg weigert sich dem Antirassistischen Bündnis Stormarn beizutreten

Interessanter Erkenntnisgewinn: Ein Argument der Antragssteller für den Beitritt Ahrensburgs war die Mitgliedschaft der Kommune Bargteheide im Bündnis, welche von Seiten den Verwaltung, in Person der Bürgermeisters Sarach, dahingehend dementiert wurde, daß es sich nur um ein freiwilliges Engagement einer Verwaltungsmitarbeiterin handelt. Es ist nun aber aus dem Bargteheider Rathaus, genauer von Herrn Szech als Büroleiter des Bürgermeisters, offiziell bestätigt worden, dass „die Stadt Bargteheide (als kommunale Körperschaft) offizielles Mitglied im Antirassistischen Bündnis Stormarn ist, und durch das Jugendarbeiterteam vertreten ist“

Seit ein paar Wochen regt ein Thema die Gemüter in Ahrensburg. Die Fraktion von „Bündnis 90/ Die Grünen“ in der Ahrensburger Stadtverordnetenversammlung(StVV) haben aufgrund massiver rechtsradikaler Propaganda und entsprechendem Abschaum im ansonsten so idyllischen Stadtbild den Antrag gestellt, dass die Gemeinde Ahrensburg dem Antirassistischen Bündnis Stormarn beitritt.

Dieses Bündnis, „welches sich aus Parteien, Organisationen und Einzelpersonen zusammensetzt“ sieht sein Hauptaufgabenfeld darin „Augen zu öffnen für die Aktivitäten der neuen Nazis.“ Neben Aktionen wie Workshops, „Stolpersteinlegung“ und verschiedenen Vorträgen, welche von allen Bündnispartnern ideell mitgetragen werden, wird nur bei den Bündnistreffen eine Teilnahme aller Mitglieder erwünscht. Von diesen gab es im gesamten Jahr 2010 genau sieben. Daß im Rahmen des Bündnisses viele Aktionen möglich sind, ist so, erwartet wird das wohl aber nicht.

Erstmals wurde der Antrag in der Sitzung der Stadtverordneten am 23.05.2011 gestellt. Obwohl alle anderen Fraktionen vorher informiert worden sind, um was es sich handelt und auf alle Fragen (evtl. Kosten/Zeitaufwand) geantwortet werden konnte, sahen sich die CDU, die WAB und die SPD nicht in der Lage einen Beschluss zu fassen und verwiesen den Antrag in den Hauptausschuss, auch mit dem Hinweis, daß sich die entsprechenden Ausschussmitglieder ja bis dahin ausreichend informieren könnten (sollten?).
Wie schon bei der StVV kam es auch beim Hauptausschuss in der „Bürgerfragestunde“ zu mehreren Wortmeldungen zu dem Antrag, welche auf die Brisanz der Lage hinwiesen und den Antrag der Grünen vehement unterstützten. Hier nun nahm die Geschichte komödiantische bis melodramatische Züge an. Offenbarte ein Fraktionsmitglied der CDU noch „nur“ seine völlige Unwissenheit, was den Umgang mit dem Internet angeht, wodurch er sich leider nicht in der Lage sah seinen Informationsdurst bzgl. des Bündnissen zu stillen, kam es in den übrigen Fraktionen wohl zu massivem Gedächtnisverlust. Jedenfalls hatte sich offenbar niemand weitergehend informiert und es mussten zwangsläufig dieselben Fragen gestellt und wieder umfassend und ausreichend beantwortet werden.
Daraufhin kam Ahrensburgs regierender Bürgermeister Michael Sarach zu seinem großen Auftritt. Betonte er zu Beginn noch die Wichtigkeit einer präventiven und aktiven Arbeit gegen Rassismus und den Unwillen „mecklenburger Verhältnisse“ zulassen zu wollen, schwenkte er nun komplett um und verwies, ganz fürsorglicher Dienstherr, darauf, dass man diesen Mehraufwand(s.o.) unmöglich der Verwaltung zumuten könne. Ein freiwilliges Engagement aus der StVV aber geduldet werden würde. Was haben wir doch für einen welt- und wortgewandten Diplomaten als Verwaltungschef. Mit dieser Aussage und ohne Abstimmung wurde der Antrag dann erneut in die StVV verwiesen.
Interessanterweise berichtete kurz darauf das Abendblatt, daß der Hauptausschuss empfohlen habe, dem Bündnis nicht beizutreten. (Artikel) Diese Empfehlung wurde in der Sitzung keinem Zuhörer deutlich.

Nun fand also am gestrigen Montag entsprechende StVV statt, in der abschliessend geklärt werden sollte, ob der Antrag angenommen wird.
Noch mehr, als bei den vorangegangenen Sitzungen kam es zu Wortmeldungen aus der Bevölkerung mit teilweise dramatischen Schilderungen. Die folgende Debatte wurde gerade von einzelnen Fraktionsmitgliedern der CDU, der WAB und der SPD höchst emotional geführt, wollte man zwar jedes klare Bekenntnis zum Antirassismus (in den Köpfen einiger wohl zu eng mit der unsäglichen Extremismusdebatte verknüpft), welches ein Beitritt ins Bündnis dargstellt hätte, vermeiden, sich aber dann ja doch nicht als dessen Gegner darstellen und am Ende noch titulieren lassen. Die Diskussion an deren Ende natürlich die Ablehnung des Antrags stand, war an Peinlichkeit kaum zu überbieten, wurde doch das rechtsradikale Problem schlicht geleugnet oder es wurde darauf verwiesen, dass sich das Bündnis ja garnicht nicht mit Ahrensburg befasse, sondern es um andere Orte im Kreis ginge, was insofern richtig ist, da sich das Bündnis logischerweise vorranig mit den Gemeinden befasst, aus denen seine Mitglieder stammen. Dass sich das ggf. mit einem Beitritt Ahrensburgs ändern könnte, wurde lieber nicht erwähnt. Auch der Hinweis, dass man ja in Ahrensburg keine Reinfelder oder Bargteheider Verhältnisse habe klingt verdächtig nach den Versuchen von Bargteheides Bürgermeister Görtz, welcher versuchte die Initiatoren und Teilnehmer der Demo eben dort, auch auf andere Gemeinden zu verteilen. Der Hinweis der SPD-Fraktion, dass sich doch bitte in entsprechenden Ausschüssen (generell) mit Extremismus in Ahrensburg beschäftigt werden soll, zeigt nur zu deutlich, wie die bürgerlichen Parteien ihre Verantwortung im Kampf gegen Rechts von sich schieben, indem sie die konkrete und greifbare Gefahr, welche von den Neofaschisten ausgeht in einen Topf werfen mit der vermeintlichen Gefahr von „linkem Terror“.
In Anbetracht der Argumente gegen einen Beitritt ins Bündnis, müssen gerade wir uns doch Fragen, wieso uns gegenüber bei grösseren Veranstaltungen immer die Gefahr von „Rechten“, welche versuchen könnten uns anzugreifen, aufgeführt wird, um teilweise enorme Auflagen zur „Sicherung“ der Sportanlage zu rechtfertigen. Unser Saisonabschlussturnier sollte (offiziell) aufgrund dessen sogar ganz abgesagt werden und das alles in engster Absprache mit dem Bürgermeister. Und das, wo es in Ahrensburg doch keine Nazis gibt…
Aber am Ende geht es den Parteien wohl doch nur darum weiter kräftig am rechten Rand fischen zu können und da käme eine so symbolträchtige Absage an Rechtsaussen wohl nicht gerade gelegen. Es ist mal wieder ein ausgesprochen peinliches Bild, welches die Politik abgibt und ich wage zu bezweifeln, dass sich einer von ihnen schämt.
Und es werden hier wirklich niemals „Reinfelder Verhältnisse“ herrschen, aber das hat als letztes etwas mit dem Engagement der PolitikerInnen zu tun, sondern damit, dass wir immernoch genug sind, die sich auch weiterhin wehren werden. Siempre Antifa!

Abschlußturnier

Zum Saisonabschluss lud der Rote Stern zum Blitzturnier auf den Stormarnplatz. Nachdem kurzfristig klar wurde, daß Dynamo Lüneburg nicht antreten kann und St. Paulis 6. Herren mit einiger Personalnot zu kämpfen hatten, änderte sich der Modus bis kurz vor Anpfiff fast minütlich. Nachdem dann klar wurde, das St. Pauli ein Team zusammenbekommt und spontan auch noch der FC Ahrensburg einprang, konnte zu guter Letzt im ursprünglich geplanten Modus verfahren werden.
Das erste „Halbfinale“ hiess Roter Stern Kickers vs. Roter Stern Knust. Es war ein spassiger Kick, gegen engagierter Knust‘er, die obwohl nicht in geregeltem Spielbetrieb, durchaus zu der ein oder anderen Chance kamen, aber beim 3-0, leider ohne Torerfolg blieben. Auf Seiten der Ahrensburger Sterne trafen Navid, Effe und Lars.
Im zweiten „Halbfinale“ trafen somit der FC St. Pauli VI auf den FC Ahrensburg. Das Spiel begann sofort in hohem Tempo und fussballerisch auf tollem Niveau. Über weite Strecken glichen sich die Teams gegenseitig aus. Kurz vor Schluß gingen dann die Ahrensburger doch noch in Front. Die Messe schien gelesen, es sah alles nach einem Lokalderby im Finale aus. Doch dann packte St. Paulis Olli, brisanterweise Mitbewohner von RSK Trainer Stasinger, den Hammer raus und nagelte den Ball unter die Latte. Beim Unentschieden blieb es dann auch und das Elfmeterschiessen musste die Entscheidung bringen. RSK-Aushilfe Jannik im St. Pauli Tor konnte das Duell am Ende für sich entscheiden, nachdem er den vorletzten Elfer selber verwandelte und den letzten des FC’s hielt.
Somit waren sowohl das Spiel um Platz 3, als auch das Finale komplett.
Im Spiel um Platz 3 kam es zu einem ungleichen Duell. Der FC Ahrensburg, frischegebackener Aufsteiger in die Kreisliga dominierte das geschehen und ging schnell deutlich in Front. Nach dem zwischenzeitlichen 8-0 liessen sie die Zügel allerdings etwas locker und der Rote Stern Knust kam noch zu ihren ersten beiden Toren.
Im Finale musste der FC St. Pauli auf ihren besten Spieler verzichten und füllte seinen Kader mit zwei Gastspielern des FC auf. Da sowohl Marc, als auch Flo mit leichten Blessuren aus dem Halbfinale gekommen sind, sprang Daniel, ebenfalls vom FC bei den Sternen ein. Nach den Halbfinals erwartete jeder eine relativ klare Sache und einen Sieg für den FCSP, aber es sollte anders kommen. Relativ schnell ging Ahrensburg durch Niels in Führung, der den Ball aus 18 Metern ins Tor schlenzte. Danach kam die Show von Daniel, der die Tore 2 und 3 selber schoss und das 4. durch Ingo mustergültig vorlegte. Zwischenzeitlich gelang St. Pauli das 1-4 , aber da war der Drops schon gelutscht. Den Schlußpunkt zum 5-1 durfte dann Effe setzen. Damit stand der Sieger fest.
Im Anschluss gab es noch ein nettes Beisammensein, bei Wurst und Bier vor dem 42. Das war ein perfekter Ausklang einer tollen Saison. Danke an alle Beteiligten, es hat richtig Spaß mit euch gemacht. Auch einen Dank an die beiden Schiedsrichter für eine gute Spielleitung.


(Dank an RS Knust für das Foto)

RSK Sektion Ratzeburg läd zum Antirassistischen Fußballturnier

Am 25. Juni findet in Ratzeburg ein „Antirassistisches Fußballturnier“ statt.
Wenn ihr Lust habt, euch mit einem Team zu beteiligen, schreibt eine eMail (siehe unten) an uns. Darin enthalten sollte euer Teamname und die Anzahl der SpielerInnen sein (mindestens sechs Personen). Gespielt wird voraussichtlich auf Kleinfeld in zwei Gruppen, von denen jeweils die besten zwei in die Finalrunden kommen. Die Spielzeit beträgt 10 Minuten, auswechseln dürft ihr so oft ihr wollt und gespielt wird mit 5 Feldspielern und einem Torwart.

Das Startgeld beträgt 5€!

Für das leibliche Wohl zu günstigen Preisen wird ebenfalls gesorgt sein.

Falls ihr euch mit eurer Gruppe, eurem Verein oder Kollektiv in irgendeiner Art und Weise bei diesem Turnier repräsentieren wollt, schreibt uns an antiraturnierRZ@googlemail.com und wir werden bei der Realisierung helfen.

Anmeldeschluss ist der 22.06.11

„Unglücklicher“ Turnierverlauf für den RSK in Moisling

Bei wunderbarem Sommerwetter verlief das Turnier bei Rot-Weiß Moisling wenig erfolgreich für den Roten Stern. 2 Remis bei 5 Niederlagen heisst die Bilanz nach einem langen Tag in Lübeck. Danke an die Gastgeber, trotz des sportlichen Mißerfolgs war es ein sehr schöner Tag.