Archiv für Januar 2012

14.Juli – Antirassistisches Fußballturnier 2012

Auch in diesem Jahr soll es wieder ein „Antirassistisches Fußballturnier“ in Ahrensburg geben. Da das Turnier in den letzten Jahren ein voller Erfolg war, wird am Ablauf nicht viel geändert.

Eine entscheidende Änderung wird es im Vergleich zu den letzten Jahren aber doch geben.
Haben wir bisher eher eine symbolische Startgebühr von 5,-€ pro Team genommen, werden wir in diesem Jahr 20,-€ pro Team nehmen.
Es hat nix mit höheren Kosten oder so einem Quatsch zu tun, nein. Der gesamte Überschuß (und die Kosten sollten die 5,-€ je Team der vergangenen Jahre nicht übersteigen) wird einem sozialen Projekt zu Gute kommen. Welchem, werden wir noch entscheiden und rechtzeitig bekannt geben.
Sollte das Startgeld für jemanden zu hoch sein, sagt uns bitte Bescheid, wir finden da immer einen Weg, dass jeder der möchte, auch teilnehmen kann.

Da wir in diesem Jahr 4 Kleinfelder zur Verfügung haben und wir das Starterfeld, aufgrund der hohen Nachfrage im letzten Jahr, ggf. vergrößern werden, brauchen wir, neben mitspielenden Teams, Schiedsrichter. Wer traut sich das zu und hat Bock drauf. Es wird auch eine kleine Entschädigung dafür geben.

- 5 Feldspieler + Torwart
- 10 Minuten Spielzeit
- Kleinfeld auf 7er Tore
- 20,-€ Startgeld pro Teams
- Nazipack kann zu Hause bleiben!

Anmeldung bitte an rotersternkickers@live.de mit dem Betreff „Antira 2012 Ahrensburg“, persönlich donnerstags ab 19h im 42 oder auf facebook bis zum 05.Juli.

Sollte jemand sich oder seine/ihre Gruppe samt der politischen Arbeit präsentieren wollen, ebensfalls eine Mail schicken.

Am Abend wird es wieder in Zusammenarbeit mit True Rebel ein Konzert im 42 geben.

Wer beim Fuß­ball ras­sis­ti­sche, chau­vi­nis­ti­sche oder an­der­wei­tig dis­kri­mi­nie­ren­de Mei­nung als nor­mal und da­zu­ge­hö­rig emp­fin­det oder wer meint ent­spre­chen­de Äus­se­run­gen „im Eifer des Ge­fechts“ nicht für sich be­hal­ten zu kön­nen, soll­te lie­ber zu Hause blei­ben. Wäh­rend des Tur­niers wird das ge­sam­te Team des oder der auf­fäl­li­gen so­fort aus­ge­schlos­sen!

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Eine „handvoll“….

Jetzt ist die Katze also aus dem Sack. Der lange erwartete Sachstandsbericht „Erkenntnisse im Zusammenhang mit politisch motivierten Gewalttaten und rechtsextremistischen Tendenzen beziehungsweise Aktivitäten in Ahrensburg“ wurde gestern vorab veröffentlicht und wird am kommenden Dienstag im Sozialausschuss der Stadt Ahrensburg vorgestellt und diskutiert.
Wenig überraschend ist er aus unserer Sicht wenig zufriedenstellend.
Schon in der vorangestellten Begründung für die Erstellung des Berichtes wird erneut verharmlosend von „vorübergehend verstärkten Plakatierung(en) rechtsextremistische Parolen….“ gesprochen und die allseits bekannte Mär von der rechten Gewalt, nur als Reaktion auf linke Vorkommnisse hervor geholt. Zu allem Überfluss werden die Faschos auch noch als „mutmaßlich rechtsextremistisch orientierte Jugendliche“ bezeichnet. Es geht also zwischen den Zeilen wieder in die selbe Richtung, die Bürgermeister Michael Sarach schon seit Monaten bevorzugt: Auseinandersetzungen zwischen Jugendgruppierungen. Auch scheint bewusst darauf hingewiesen zu werden, dass es sich eben nur um Mutmaßungen handelt, auch wenn der Stadtverwaltung mehrfach mitgeteilt wurde, dass es aufgrund persönlicher Äußerungen, Kleidung oder anderem Körperschmuck eigentlich keinen Interpretationsspielraum mehr gibt.

In der Folge wird u.a. auf den Verfassungsschutzbericht für das Jahr 2010 eingegangen. Allerdings wird dieser ausgesprochen kreativ gelesen.
Wird in eben diesem zwar ganz deutlich davon gesprochen, dass es im Laufe des Jahres 2010, was zum jetztigen Zeitpunkt schon bis zu 2 Jahren her sein kann, erstmals zu relevanten „rechtsextremen“ Entwicklungen kam, wird im Bericht der Stadtverwaltung ganz schnell darauf hingewiesen, dass Ahrensburg nicht explizit Erwähnung findet. So wie im übrigen auch keine andere Gemeinde, in dem im Sachstandsbericht zitierten Teil.
Dass man Ahrensburg, als größte Stadt im Kreis, sowie als regionales Zentrum, mit z.B. einer Kreisberufsschule, welches täglich Gäste aus dem gesamten Stormarn und darüber hinaus anzieht, hier quasi losgelöst vom direkten Umfeld gesehen wissen will, wirkt mindestens naiv.

Die örtliche Polizeidienstelle räumt zwar durchaus eine „handvoll“ junger Menschen ein, die dem „rechtsextremistischen“ Spektrum zuzuordnen sind, hat aber keine Erkenntisse über entsprechende Organisationsstrukturen.
Das ist in mehrerlei Hinsicht interessant. Zum einen, was ist bitte eine „handvoll“? Klingt auf jeden Fall nicht nach viel. Vielleicht so zwischen 5 und 10? Wenn man jetzt aber hinzuzieht, welch heeren Anspruch Herr Sarach an Personen hat, bevor er sie als „rechtsextrem“ tituliert (Zitat:“Nur weil ein Rechter einem Linken eine Holzlatte über den Kopf haut, ist er noch lange kein „Rechtsextremer.“), wird mir Angst und Bange. Bis zu 10 Personen, diese Schlages, allein in Ahrensburg? Hallelujah! Das wäre verdammt viel. Auch vor dem Hintergrund der Zahlen, mit denen Schleswig Holsteins Innenminister Klaus Schlie im Regionalteil des Abendblattes um sich wirft. Er spricht von „30 Rechtsextreme(n) im Kreis“. Wenn davon allein 5 bis 10 aus Ahrensburg kommen, fällt es mir schwer Ahrensburg als ganz so unbedeutend im Kreis anzusehen, wie es uns die Bezugnahme auf den Verfassungsschutzbericht gerne glauben lassen möchte.
Zum anderen ist es spannend, wie von der bürgerlichen Mitte mal so und mal anders argumetiert wird, wenn es um „lose“ oder keine Organisationsstrukturen geht. Herr Schlie argumetiert im o.g. Interview damit gegen ein NPD-Verbot: „Das Gefahrenpotenzial, das von den Kameradschaften ausgeht, ist derzeit definitiv größer als das der NPD. Da müssen wir bei der Debatte um ein NPD-Verbot sorgsam abwägen. Wenn ein Verbot dazu führt, dass wir Parteimitglieder in diese Kameradschaften hineintreiben, dann haben wir ein Problem. Denn diese Gruppierungen sind schwieriger zu beobachten als eine Partei.“. Meiner Ansicht nach, hat er damit sogar bedingt recht.
Jetzt klingt es aber im Ahrensburger Sachstandbericht so: „Keine feste Organisationstruktur->keine oder weniger Gefahr“.
Ich sehe das, wie viele, anders. Wer die Umstrukturierung der rechten Szene in de letzten Jahren, weg von Vereinen, Verbänden und Parteien, hin zu Freien Kameradschaft, Autonomen Nationalisten oder Aktionsgruppen quasi als zufällige Entwicklung sieht, macht einen großen Fehler. Gerade von dieser losen Organisationsform geht doch die Gefahr aus. Niemand ist einer Gruppe wirklich zuzuordnen und somit sind maximal Einzelpersonen zu belangen. Also, liebe Politik, mit eurer verharmlosenden Einschätzung „loser“ oder keiner Organisationsstrukturen haben die Faschos eines ihrer Ziele erreicht. Glückwunsch.

Zu den Einschätzungen der Schule fällt einem auch nicht mehr viel ein. „Verteilaktionen von rechtsextremen Propagandamaterial, wie aus anderen Städten bekannt, wurden in Ahrensburg registriert.“ Das ist geschickt formuliert, heisst es ja im Wortsinn nicht zwingend, dass nichts stattgefunden hat, die Schulen haben es ggf. nur nicht zur Kenntnis genommen. Denn entgegen dessen, was uns dieser Abschnitt glauben lassen möchte, kam es doch zu Propagandaaktionen an, bzw. vor Ahrensburger Schulen. Im Rahmen der erwähnten Plakatieraktion wurde auch die Bushaltestelle des Schulzentrums am Heimgarten mit Plakaten versehen. Ebenso kam es im Fußgängertunnel, gegenüber der Stormarnschule zu Hakenkreuzschmiererein und an Stromkästen in der Waldstraße, zwischen Gymnasium und Bahnhof zu Spühereien mit dem Inhalt „ANS“ (Autonome Nationalisten Stormarn), sowie an der Fußgängerunterführung am Bahnhof, also in unmittelbarer Nähe zur Schule mit den Inhalt „Nationalisten wehrt euch!“. Darüber berichten Schüler aller Schulen, vor allem aber des Schulzentrums, immer wieder von Stickern mit rechter Propaganda. Dies wurde auch, wie im Bericht gefordert, der Stadtverwaltung berichtet. Offensichtlich mit wenig Wirkung.

Generell scheint die Stadtjugendpflege wenig von Berichten Ahrensburger Bürger zu halten.
Erwähnt sie doch die hohen Nazi-Skin-Aktivitäten, im Stadtteil Hagen, am Ende der 90er Jahre, um aber gleich wieder zu behaupten, „vergleichbare Entwicklungen konnten von Seiten der Jugendeinrichtungen im Stadtgebiet bisher nicht mehr verzeichnet werden.“.
Dass aber gerade aus dem Hagen vermehrt von Aktivitäten berichtet wird und dass aus vielen Bevölkerungsschichten, bleibt unerwähnt.
So wird von einer WG mit Personen aus dem „rechtsextremen“ Spektrum in der Dänenheide berichtet, in der Liederabende mit einschägigem Liedgut stattfanden, sowie dass es aus entsprechendem Haus mehrfach zum Abfeuern von Schreckschusswaffen kam.
Ebenso findet man zeitweise kaum einen Laternenpfahl oder einen Ampelmast, ohne Aufkleber mit rechter Message. Auch gesprüht wurde fleissig. „Hagen bleibt deutsch“, „Autonomen Nationalisten“ oder „Good Night Left Side“ sind nur einige Beispiele.
Die erwähnte „Integration in den Jugentreff (Hagen)“, die angeblich, Ende der 1990er, zur Beruhigung der Situation im Stadtteil beigetragen habe, scheint bei der jügnsten Generation nicht zu passieren/gelingen(?), auch wenn einige Personen dem Leiter der Einrichtung angeblich namentlich bekannt sind.

Im übrigen Teil werden Maßnahmen angekündigt, welche aber am Ende darauf hinauslaufen, dass von Seiten der Stadt und der Schulen die bisherigen Maßnahmen ausreichen und eine verstärkte Aktivität nicht nötig sei. Alternativ wird von Kontakten zu einer Landeskoordinationsstelle des Schleswig Holsteinischen Innenministeriums berichtet. Welche Maßnahmen sich daraus ergeben oder ob es sich evtl. nur um Informationsgespräche zu dem vorliegenden Bericht handelt, wird nicht erwähnt. Also eigentlich wieder keine Aussage, an der man das Engagement einmal messen könnte.
Natürlich wird auch wieder darauf hingewiesen, dass doch der wachsame Bürger unbedingt seine Augen aufhalten soll, da die Verwaltung und die Polizei natürlich nicht in der Lage sei alles mitzubekommen. Dass ist sicherlich richtig und Bürgerengagement ist unabdingbar.
Dies aber zu erwarten, auf der anderen Seite aber im Endeffekt zu sagen, dass man selber nichts tun möchte, ist schon ziemlich frech.
Vor allem vor dem Hintergrund des Abschlussfazits, dort tauchen dann auch endlich alle Beobachtungen auf, die der Stadtverwaltung in den letzten Monaten und Jahren gemeldet wurden, dass eben diese ganz generell als subjektive Wahrnehmungen einstuft.

Um das ganz noch einmal kurz zusammenzufassen.
Es gibt keine fest organisierte Gruppe „Rechtsextremer“ und auch nur eine handvoll Personen, die so zu bezeichnen sind. Probleme gibt es eigentlich auch wieder nur, weil die „Linken“ eben auch da sind und nicht weg gucken. Ergo, wenn wir nicht drüber reden würden, gäbe es auch kein Problem.
Zumindest wenn man ein Problem erst dann als solches einstuft, wenn es die wirtschaftlichen Interessen der Stadt Ahrensburg tangieren könnte.
Denn wessen Geistes Kind der Verwaltungschef Ahrensburg ist, liess er ja unlängst erkennen, als er wortwörtlich sagte: „Was sollen denn die Leute denken? So eine reiche Stadt wie Ahrensburg und hier soll es ein Problem mit Neonazis geben.“ Ja, Herr Sarach, auch wenn sich das nicht so gut verkaufen lässt.

Frohes Neues – Auf uns!

Wahnsinn! Wer hätte das gedacht. Jetzt dürfen wir euch schon das zweite Mal ein frohes neues Jahr wünschen. Sachen gibt´s…
Wir hoffen ihr seid alle gut rein gekommen und habt den bösen Geistern aus 2011 gezeigt wo´s lang geht.
Soweit wir das bisher überblicken können, haben scheinbar alle Spieler die Silvesternacht heil überstanden. Das war nicht zu erwarten.
Jetzt freuen wir uns umso mehr, dass es bald wieder los geht. Am 16.01. ist Trainingsstart und gerade mal 5 Tage später gibt´s wieder Wettkampfluft zu schnuppern.
21.01. Hallenturnier in Großhansdorf
Danach gibt es kaum Zeit zum Luft holen, versuchen wir doch nur 24h später erneut die Chance zu nutzen unsere grauenhafte Bilanz unterm Hallendach aufzupolieren
22.01. Hallenturnier Stormarnschule
Nach diesen zwei Prüfsteine kehrt erstmal wieder etwas Ruhe ein, in der uns (neuerdings) Spielertrainer Stasinger den Feinschliff verpassen wird. Ja, ihr habt richtig gehört, das Trainerschwoin wagt sein Comeback. Nach 1,5 Jahren Verletzungspause wünschen wir ihm und uns natürlich viel Glück.
Dann geht´s aber irgendwann auch wieder los. Nachdem wir uns im letzten Winter mit einem Test begnügt haben, gehen wir es dieses Jahr etwas intensiver an. Folgende Begegnungen erwarten euch und uns:
11.02. SV Großhansdorf II (Heim) 16h
19.02. SSV Großensee II (Auswärts) 13h
25.02. Oberalster II (Heim) 16h
06.03. FC St. Pauli VI (Auswärts) 20h

Dieses anspruchsvolle und attraktive Programm sollte uns dann hoffentlich ausreichend auf die bevorstehenden Aufgaben vorbereiten.
Auf dass wir das beste aus den verbleibenen 9 Spielen der Rückrunde machen. Warum nicht einfach mal 27 Punkte holen? ;)