Archiv für Dezember 2012

13.12. [HH] Infoveranstaltung zum rassistischen Mord an Ramazan Avci

Übernommen von Rassismus tötet:
(Erklärung für den ganz besonders begriffsstützigen Amtschimmel: Das bedeutet, dass dieser Text nicht von uns verfasst ist und damit auch nicht zwingend jede Wortwahl so auch von uns gewählt worden wäre. Wir sehen nur die hier angekündigte Veranstaltung als unterstützenswert an und wollen unsere Leser darauf aufmerksam machen.)


Am 21.12.1985, vor 27 Jahren, wurde Ramazan Avci am S-Bahnhof Landwehr in Hamburg von Nazis angegriffen und ermordet.
Dieses Ereignis ging in die Nachkriegsgeschichte als einer der ersten rassistischen Morde in Deutschland ein.

Zuvor wurden in Hamburg Tevfik Gürel (1982) und am 24.07.1985 Mehmet Kaymaci bei rassistischen Angriffen getötet. Nach Ramazan Avci’s Ermordung erlebte Deutschland eine der größten antirassistischen Demonstrationen. Außerdem organisierten sich vor allem migrantische Jugendliche zur Selbstverteidigung gegen die Nazi-Skins, die damals auch in Hamburg sehr präsent waren und von der Politik und Justiz ignoriert oder geduldet wurden.

Damit Ramazan Avci und die vielen weiteren von Nazis/Rassisten Ermordeten niemals vergessen werden, findet am 13.12.2012 um 19:00 Uhr im Café Knallhart (Uni Hamburg, ex-HWP) eine Informationsveranstaltung statt. An diesem Abend wollen wir gemeinsam mit der Familie Avci, sowie einem Zeitzeugen und Nebenkläger des Ramazan Avci Prozesses und anhand von Archivmaterial einen Blick zurück werfen. Außerdem wird die Ramazan Avci Initiative sich und ihre Arbeit vorstellen.

Wir weisen ausdrücklich auf die am 19.12.2012 (ab 17:00 Uhr) am Ramazan-Avci-Platz (S-Landwehr) stattfindende Gedenkveranstaltung hin und rufen dazu auf, sich dort zahlreich zu beteiligen.
Wir wollen Ramazan Avci gedenken und uns mit seiner Familie solidarisieren.

Kein Vergeben! Kein Vergessen!

Infoveranstaltung:
13. Dezember 2012 | 19 Uhr | Café Knallhart | Von-Melle-Park 9 | Uni Hamburg

Gedenkveranstaltung:
19. Dezember 2012 | 17 Uhr | Ramazan-Avci-Platz (Bahnhofsvorplatz S-Landwehr) | Hamburg

Organisiert von: Ramazan Avci Initiative, Café Knallhart, ATESH

Anneliese-Oelte-Pokal 2012

Am Sonntag richtete der RSK zum ersten Mal den Anneliese-Oelte-Pokal in der Stormarnschulsporthalle aus.
Zu dem Turnier in Gedenken an das junge Ahrensburger Euthanasieopfer konnten Roter Stern Nordost Berlin, Roter Stern Flensburg, Sporting Ratzeburg, Unbequem 1910, der TSV Trittau III, der FC St. Pauli VI und der SSV Pölitz III neben den Gastgebern begrüßt werden.
In zwei Gruppen mit folgenden K.O. Runden, bei denen alle Plätze ausgespielt wurden, ging es durch das Turnier.
Spätestens nach der Begrüßung war allen klar, dass es um andere Dinge ging, als um den Turniersieg.
So entwickelte sich ein spaßiges Turnier, ohne übertriebene Härte oder Ehrgeiz.
In Gruppe A setzte sich der Fc St. Pauli vor dem Roten Stern Nordost (1 Tor, 3 Punkte, Helenio Herrera wäre stolz gewesen), Trittau und Ratzeburg durch. Gruppe B gewann Pölitz, dank Torverhältnis, vor dem Rsk, RS Flensburg und Unbequem 1910.
In der folgenden K.O. Runde ging es für die Gruppenersten und -zweiten um den Einzug ins Finale, während die Gruppendritten und -vierten sich für das Spiel um Platz 5 qualifizieren konnten.

In letzteren Spielen schlug Trittau Unbequem und Ratzeburg setzte sich gegen Flensburg durch.
Die Halbfinals konnten Sankt Pauli, gegen den RSK und Pölitz gegen RSNOB für sich entscheiden.
Entsprechend ging es in die Platzierungsspiele.
Flensburg schlug Unbequem im 9-Meter-Schiessen und belegt somit Platz 7.
Trittau holt sich gegen Ratzeburg den 5. Platz.
Der RSK durchbricht den Berliner Beton und wird 3.
Im Finale setzt sich Sankt Pauli gegen Pölitz durch und gewinnt bei 0 Gegentreffern nicht gänzlich unverdient das Turnier.
Und mit einer Dramaturgie wie aus dem Erzieherhandbuch stellen die Turnierachten immerhin mit 5 Toren den Torschützenkönig.

Am Ende sind auch noch über 300€ an Spenden für die Initiative“Rassismus tötet“ zusamen gekommen.
Danke an alle. Es war ein schöner Tag.

Und so sahen das die Sterne aus Berlin