Archiv für Januar 2015

Rückrundenvorbereitung

Die Winterpause neigt sich langsam aber sicher dem Ende entgegen und auch der RSK startet mit der Vorbereitung auf die Rückrunde.
Am Montag, den 02.02. ist offizieller Trainingsstart. Es wurde zwar auch im Dezember und Januar unregelmäßig gekickt, regulärer Trainingsbetrieb fand aber keiner statt. Nach dem Rücktritt von Gregor, liegt es jetzt an Björn, Finn und Flo das Team in Form zu bekommen.
Und damit nicht nur im eigenen Saft geschmort wird, wurden folgende Testspiele gegen durchweg starke Gegner verabredet.

08.02. Test SV Siek 14h (A)
14.02. Test SC Sternschanze IV (H)
22.02. Test SSV Jersbek 14h (A)

Leider hat es bisher aus Termingründen nur zu einem Heimspiel gereicht, das kann sich aber noch ändern.

Wir freuen uns drauf! Auf ein erfolgreiches Jahr 2015.

Anneliese-Oelte-Pokal 2015: F.C. Lampedusa gewinnt

Am letzten Samstag veranstaltete der RSK zum dritten Mal den Anneliese-Oelte-Pokal.
Mit Altona 93 III, Roter Stern Flensburg, Türkiyemspor Berlin Fz, Antirazzista St. Pauli, dem FC Lampedusa Hamburg, St. Pauli VI, dem Team Freiheit und den Gastgebern fand sich ein schön besetztes Starterfeld in der Stormarnschulsporthalle ein.
Im Modus „Jeder gegen Jeden“ setzte sich der FC Lampedusa denkbar knapp und mit tatkräftiger Unterstützung durch die Sechste vom FCSP, welche im allerletzten Turnierspiel den „Fast-Überraschungs-Sieger“ Altona 93 III besiegten, vor den St. Paulianern und dem noch auf den 3. Platz verdrängten AFC durch. Es folgten der Rote Stern Flensburg, Türkiyemspor Berlin, der RSK, das Team Freiheit und St. Pauli Antirazzista auf den Plätzen.
Die Torjägerkanone holt Kai (FCSP) mit 9 Treffern, genau wie Bob (Lampedusa) nach Entscheidungselfmeterschiessen.
Beim Benefiz-Turnier, welches nach dem Ahrensburger Opfer der Euthanasie-Programms Anneliese Oelte benannt ist konnten an diesem Tag ca. 450,-€ an Spendengeldern gesammelt werden, welche jetzt an die MigrantInnen-Medizin des Westend Wilhelmsburg gehen. Dort können illegalisierte Menschen ohne gültige Papiere kostenlos eine medizinische Versorgung erhalten.
Insgesamt war es ein toller Tag, zu dem alle etwas beigetragen haben. Danke an die Teams, die den Gedanken der Veranstaltung offensichtlich verstanden haben, an Martin, Nathalie und Dominique für die Unterstützung als Schiedsrichter/in, an Pansch, Sarah, Ronja, Micha, Johanna und Markus für die gesamte Planung, Vorbereitung und Durchführung vor Ort, an Heike Oelte und ihren Sohn, dass sie es geschafft haben dabei gewesen zu sein, an Dieter und die Kickers, die dem Team Freiheit spontan einen kompletten Satz Trikots geschenkt haben, an alle sonstigen fleissigen Helfer und zu guter Letzt an alle Zuschauer, welche für eine tolle Stimmung gesorgt haben.
Bis zum Antira im Sommer oder auch gerne bei einem unserer Spiele!

3. Platz beim Zabihullah-Hakimi-Cup

Am vergangenen Samstag reiste der RSK zum Zabihullah-Hakimi-Cup von Roter Stern Flensburg.
Die Anstoßzeit um 11h am Vormittag hätte auswärtigen Teams von vorn herein darauf vorbereiten müssen, dass der RSF zu allerlei fiesen Tricks greifen würde, um den Pokal zu holen.
Abfahrtszeit in Altona: 07:30h. St. Pauli, Berliner Tor, Ahrensburg, Hammoor und schon war das Team komplett. Fahrservice fast wie bei den Profis.
Selbst Unwetterwarnungen, Hagel und Orkan konnten den RSK-Express nicht aufhalten.
Pünktlich um 11h trudelten wir in der Fördehalle ein. Erster Eindruck: Ziemlich stark. Helle Halle, zu drei Seiten Tribünen, Catering, FC Lampedusa Infostand, bißchen Klamotten, richtig cool. Es war alles angerichtet. Aber da wir ja schon recht spät waren, erstmal umziehen und ein bißchen warmditschen. Da wegen des Sturms der SC Sternschanze IV und Turbine Münzviertel aus HH und aus etwas menschlicheren Gründen das Team Hafermarkt noch nicht anwesend oder vollzählig waren, verzögerte sich der Turnierbeginn ein wenig.
Nach der Begrüßung und einer Erklärung, warum das Turnier heißt wie es heißt – Zabihullah ist ein afghanischer Flüchtling, welcher zeitweilig beim RSF gespielt hat und im Rahmen der Dublin-III-Regularien „rückgeschoben“ wurde und symbolisch für die unmenschliche Flüchtlings- und Abschiebepolitik in Europa stehen soll – ging es dann aber in leicht abgewandeltem Spielplan los.
Gleich im ersten Gruppenspiel der 5er-Gruppe B ging es gegen das 2. Team der Gastgeber vom RSF. Nach 10 Minuten stand es 2-0, Basti mit einem Doppelpack. Guter Turnierstart.
Im zweiten Match ging es gegen Frisch auf Burgflens schon etwas hektischer zur Sache.
Kaum ein Minute gespielt steht´s 0-1. War das erste Spiel doch nur ein Strohfeuer? Nö.
Jetzt dreht Moritz auf und trifft doppelt, dazu wieder Basti und Musti und es steht 4-1, zwei Minuten vor Ende. Burgflens macht jetzt Alarm, der RSK bekommt die Kugel nicht mehr weg und schwuppdiwupps, steht es am Ende 4-4.
Im 3. Gruppenspiel geht es gegen das Team Hafermarkt, welches sich dahin zwar nicht viele Punkte, dafür aber umso mehr Sympathien erspielt haben. Dieses Mal geht Toni in Tor und Lars darf mal ins Feld. Die ersten zwei Minuten waren schwierig, der Hafermarkt attakierte zwar unkonventionell, aber hochmotiviert. Danach lief es wieder besser und Finn, Lars, Flo sowie erneut Basti mit einem Doppelpack treffen zum 5-0.
Mit 9-1 gegen den Hafermarkt und 3-0 gegen Burgflens hatte sich der mittlerweile vollzählige SC Sternschanze IV gehörig warmgeschossen und wusste dabei durchaus zu gefallen.
Es war also ein Topspiel zu erwarten. Nach zwischenzeitlichem 3-1 kam Sternschanze noch auf 3-3 heran, um dann aber doch kurz vor Schluß das 4-3 zu kassieren. Basti Doppelpack, Finn und Phil treffen. Damit war der Gruppensieg schon gesichert.
Platz 2 macht in einem packenden Spiel noch der RSF II klar.
In Gruppe A ist es noch etwas spannender, 4 Teams können sich noch für das Halbfinale qualifizieren. Am Ende gewinnt der Rote Stern Lübeck die Gruppe vor dem RSF I, welche damit der Kontrahent des RSK wird.
Da aber jeder Platz ausgespielt wird und Nordangeln noch Termine hatte gab es erstmal das Spiel um Platz 7. Nordangeln macht kurzen Prozess gegen Burgflens 8-2.
Dann folgen die Halbfinals. RSF II setzt sich gegen Lübeck durch und steht als erstes im Finale.
Im zweiten Halbfinale hat der RSK leider keine guten 10 Minuten erwischt. Kaum eine Minute gespielt, gehen die Flensburger in Front. Wir blieben konfus und auch der lange Tag machte sich etwas bemerkbar. Am Ende stand es 0-3.
Es folgten das Spiel um Platz 9, welches das Münzviertel im Penalty-Schiessen gewinnt.
5. wird der SC Sternschanze IV gegen den Rödemisser SV.
Das Spiel um Platz 3 entscheidet Basti früh mit seinem 8. Turniertreffer. Womit wir eine durchaus herzeigbare Platzierung erreichen und sehr zufrieden sind.
Im Finale stehen sich die beiden Teams der Gastgeber gegenüber. Quasi mit dem Abpfiff gleicht die Zwote aus, kann den Turniersieg der ersten im Penalty-Schiessen aber nicht verhindern.
Glückwunsch dazu und vor allem zu einem richtig gelungenen Tag.
Am Abend ging es dann noch zum Konzert in den Hafermarkt und zur Party in Die Ganze Bäckerei.
Über Details schweigen wir uns aus. Who feels it, knows it. Oder so… Toll war´s auf jeden Fall.
Vielen Dank auch noch an Pay für die Unterbringung von nicht immer einfachen Gästen.
Sowieso viele Grüße an den ganzen RSF. Das habt ihr echt stark gemacht. Und eigentlich an alle.
Wir sehen und in 2 Wochen, im Sommer oder spätestens nächstes Jahr.

Team (Tore): Lars (1), Basti(8), Moritz (2), Finn (2), Musti (1), Phil (1), Flo (1), Toni, Micha

Trainer/in gesucht!

Wie ja die treue Leserschaft mitbekommen hat, stehen wir seit Ende der Hinrunde ohne offiziellen Trainer da. Gregor ist nach 4 Jahren zurückgetreten. was wir zwar traurig finden, aber akzeptieren. Jetzt ist es also Zeit für einen kleinen Neustart.
Interimsmäßig übernehmen Björn, Finn und Flo die Aufgabe bis zum Ende der Saison.
Sollte aber nichts unerwartetes dazwischen kommen, sind wir für die Saison 15/16 und darüber hinaus auf der Suche nach einem Trainer.
Wir suchen in etwa nach einer Mischung aus Pep Guardiola und Dragoslav Stepanovic. Ein Lebemann (oder auch eine Lebefrau) mit schier endloser fußballerischer Qualifikation. Dazu sollte er/sie sich natürlich mit den Grundprinzipien des RSK identifizieren können. Wer bei uns „Mädchenschüsse“ und „schwule Pässe“ moniert, wird nicht lange bei uns bleiben. Aber wahrscheinlich ist das auch jedem klar.
Das Anforderungsprofil ist schnell umrissen. Fußball sollte kein völlig fremdes Metier sein. Wir trainieren zweimal wöchentlich und haben in der Regel am Wochenende ein Punktspiel. Wir legen großen Wert auf das soziale Leben vor und nach dem Fußball. Wir suchen also keine/n reine/n Übungsleiter/in, sondern auch jemanden der/die Bock auf uns hat. Geld bekommt bei uns niemand, Dank und Anerkennung dafür umso mehr.
Du findest dich in der Beschreibung wieder? Dann melde dich bei uns. Persönlich beim Spiel oder Training (Mo. & Do. 20h Stormarnplatz) oder oer Mail: rotersternkickers@live.de
Da es in der Rückrunde schon mit dem Teufel zugehen müsste, wenn nach oben oder unten noch viel passiert, wäre auch immer Raum zum ausprobieren und kennenlernen.

Achja, bevor wir es vergessen. Der gestrige Abend brachte noch eine schöne Entwicklung mit sich. Nici ist zurück. Nach einem Jahr Pause kehrt er in den warmen Schoß des RSK zurück. Welcome Home, Junge!

24.01.2015 Anneliese-Oelte-Pokal 2015

Kaum haben wir den Weihnachts- und Silvestertrubel hinter uns steht auch schon der nächste Feiertag vor der Tür.
Bereits zum 3. Mal findet am 24. Januar der Anneliese-Oelte-Pokal statt. Hallenfußball und noch ein bißchen mehr.

Wir freuen uns sehr folgende Teams begrüßen zu dürfen:

Türkiyemspor Berlin – Freizeit – Kreisliga A Freizeit Berlin
Roter Stern Flensburg – Kreisklasse A1
Roter Stern Kickers 05 – Kreisklasse C Stormarn
FC Lampedusa Hamburg – Verbandsoberliga Freizeit Hamburg
Antirazzista St. Pauli – Refugees Welcome
Altona 93 III – Kreisklasse 5 Hamburg
Sechste-Herren FC St.Pauli – Leistungsklasse Hamburg
Team Freiheit – Flüchtlingsteam Ahrensburg

Wann, wo, wie?
In diesem Jahr findet das Turnier in der Sporthalle der Stormarnschule, Waldstraße 14 in Ahrensburg statt. Die Halle befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Bahnhof Ahrensburg und ist von dort in nicht einmal 5 Minuten zu erreichen.
Am 24. Januar beginnen wir um 13.00h mit der Begrüßung und wollen um 13:15h mit dem ersten Spiel starten.
Gespielt wird im Modus „Jede/r gegen Jede/n“ mit 5 FeldspielerInnen + TorhüterIn á 10 Minuten. Bei gleichem Punktestand wird der Turniersieg per Penaltyschießen entschieden. Sollten sich die betroffenen Teams auf eine alternative Entscheidungsweise einigen können, wird die Turnierleitung dies wohlwollend prüfen.

Rahmenprogramm
In der Halle wird es Kaffee, Tee, kalte Getränke, Hot Dogs (Geflügel & Veggie) sowie Kuchen geben. Erneut versuchen wir es mit dem Prinzip der „Suspended Meals“, was heißt, dass am Essensstand Geld gespendet werden kann, wodurch jede/r der oder die sich das Essen vor Ort eigentlich nicht leisten kann trotzdem etwas bekommen kann, ohne den vollen Preis oder überhaupt zahlen zu müssen. Hierfür sind wir auf eure Solidarität angewiesen.
Wir werden auch erneut einen Merchandise-Stand aufbauen, an dem die teilnehmenden Teams eigenen Stuff verkaufen können.
Alle Überschüsse, die während des Turniers zusammenkommen, werden gespendet.

Ausstellung
Erstmals wird es in diesem Jahr eine Ausstellung parallel zum Turnier geben.
Das Ahrensburger Stadtarchiv stellt uns Materialien der Ausstellung „Ahrensburg unterm Hakenkreuz 1933-1945“ zur Verfügung.
Außerdem wird erneut der „Runde Tisch für Zivilcourage und Menschenrechte, gegen Diskriminierung und Rechtsextremismus“ über seine Arbeit informieren.

Warum Anneliese Oelte?
Anneliese war eine junge Ahrensburgerin, welche an Kinderlähmung litt und 1941 mit gerade einmal 10 Jahren Opfer des Euthanasie-Programms der NS-Diktatur wurde und in Wien an systematischer Vernachlässigung und Unterernährung starb.
Ein Kinderschicksal, welches in Zeiten erneut in der breiten Bevölkerung auftretender Hetze gegen Minderheiten, ein Mahnmal sein muss, es nicht wieder soweit kommen zu lassen. Und wenn alleine in Dresden knapp 20.000 geistige Brandstifter auf den Pegida-Zug aufspringen, gilt es umso mehr für jeden Menschen an die Geschichte zu erinnern und sich in den Weg derer zu stellen, die ihre eigene Unzulänglichkeit durch Hass und Ausgrenzung nur unzureichend kaschieren können. Kein Mensch ist und war illegal. Kein Kind mit Behinderung, kein Mensch mit anderer Hautfarbe, sexueller Orientierung, Religion oder Herkunft.